Was ist ein OSKE?

Unter einem Objektiven Strukturierten Klinischen Examen wird nicht eine einzelne Prüfungsmethode verstanden, sondern ein flexibler Prüfungsrahmen, in dem verschiedene Methoden miteinander kombiniert werden können. Ausgehend von Lernzielkatalogen werden verschiedene Prüfungsstationen konstruiert, die jeweils einen oder zwei Bereiche klinischer Problemlösungskompetenz prüfen sollen. Diese Kompetenzbereiche sind typischerweise im Bereich praktischer klinischer Fertigkeiten angesiedelt.

Prüfungen, die nach diesem Prinzip abgehalten werden, sind besonders geeignet, praktische Aspekte klinischer Kompetenz zu erfassen, wie z.B. Gewandtheit im zwischenmenschlichen Umgang (Anamnese, Kommunikation), Beherrschung technischer Fertigkeiten (körperliche Untersuchung, Injektionen, etc.) oder Wahrnehmungs- und Interpretationsleistungen (EKG, Röntgenbilder, Labortests). Das Prüfen reinen Faktenwissens zählt nicht zu den Zielen eines OSKE.

Die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten und Handlungskompetenzen zu prüfen, stellt eine wichtige Ergänzung zur reinen Wissensprüfung dar. Mittels OSKE können nicht nur Handlungsresultate der KandidatInnen, sondern auch die zugrunde liegenden Prozesse und angewandten Techniken beurteilt werden.

Durch Sicherstellung vergleichbarer Rahmenbedingungen für alle KandidatInnen eines Durchgangs einerseits, und die Verwendung standardisierter Checklisten und Beurteilungsskalen andererseits, wird die Objektivität der Prüfung gewährleistet.

Im Studienplan findet sich im Anhang IV eine Liste mit den, für das OSKE zugelassenen, Prüfungsinhalten.