HELP - überdimensional plakativer Aufruf soll Öffentlichkeit auf Problematiken am Grazer Klinikum aufmerksam machen

Ihre Unterschrift für ein modernes LKH-Univ.-Klinikum Graz

Ein geeintes "SOS" für die Grazer Spitzenmedizin. Wegen des schlechten baulichen Zustandes besteht für den Chirurgiekomplex höchster Handlungsbedarf. Mit der Aktion "HELP" soll nun einmal mehr auf die Dringlichkeit einer raschen Umsetzung aufmerksam gemacht und die Willenserklärung der Politik deutlicher eingefordert werden. Die Aktion "Help" wurde im Rahmen einer Presse-Konferenz am 26. September 2006 gestartet.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die mittelfristige Adaptierung der Universitätsklinik für Chirurgie, aber auch um die Zielplanung des Nachfolgeprojektes LKH 2020 mit den Bauprojekten Zahnklinik, Radiologie und Blutbank.
"Im Rahmen des LKH-2000 Projekts wurde viel verbessert. Etwa Augen-, HNO-Klinik, Univ.Klinik für Dermatologie und Venerologie und viele mehr sind am neuesten Stand. Allerdings gibt es noch weitere wichtige Bereiche, die dringend modernisiert werden müssen", erklären unisono die Manager der KAGes und der Med Uni Graz. Sie weisen auf die enorme Bedeutung einer zeitgemäßen Infrastruktur für eine wettbewerbsfähige Grazer Medizin in den Bereichen Patientenversorgung, Lehre und Forschung hin. Allerdings sind die Entscheidungen zur Umsetzung insbesondere vom Bund noch immer ausständig.

Unterstützung bekamen die Manager vom bekannten Künstler Prof. Richard Kriesche, der den "Hilferuf" - kostenlos - designte. Während des heutigen Presse-Gesprächs riefen zwei ÄrztInnen symbolisch mit einem von Kriesche gestalteten, überdimensionalen Plakat zur "Hilfe" auf. Zusätzlich wird die Initiative auf der Univ.-Klinik für Chirurgie durch Plakate in den Ambulanzen, Info-Broschüren ergänzt. Weiters können PatientInnen und MitarbeiterInnen mit ihrer Unterschrift zum Erfolg der Aktion "Help" beitragen. Diese werden gebündelt an die zuständigen politischen Entscheidungsträger übergeben. Die Unterschriftenlisten liegen seit 26. September in den Ambulanzen der Univ.-Klinik für Chirurgie auf und werden schrittweise auch in anderen Bereichen des Klinikums verfügbar sein.

Dringende Modernisierungen und Renovierungen am Univ.-Klinikum Graz

Akuter Handlungsbedarf besteht bei der Sanierung der Univ.-Klinik für Chirurgie, da v.a. im Innenbereich schlimme bauliche Zustände herrschen. Laufende akute und wartungsbedingte Reparaturarbeiten stehen hier an der Tagesordnung und erschweren den Tagesablauf von ÄrztInnen, PflegemitarbeiterInnen und PatientInnen. Es fehlen Seminar- und Unterrichtsräume für eine moderne Lehre sowie Forschungsflächen. Bis zu 20 ÄrztInnen teilen sich Dienstzimmer von 10-15m², Kleiderspinde werden zu viert benützt, Schreibtische werden ebenso geteilt. Die Patienten sind zu einem hohen Anteil in 6-Bettzimmern ohne zugeordnete Toiletten und Waschgelegenheiten, welche sich am Gang befinden, nicht mehr zeitgemäß untergebracht. 50% der erforderlichen Flächen für eine zeitgemäße Ausstattung der Kliniken im Chirurgieblock fehlen, der Zusatzbedarf beträgt rd. 10.000 m².

Ein weiterer Grund, warum die Renovierung der Univ.-Klinik für Chirurgie in den nächsten Jahren durchgeführt werden muss: Statische Gutachten besagen, dass wegen rostender Stützen das Gebäude nur noch 10 Jahre genützt werden kann.

Info-Broschüren und Unterschriften-Karten

Informationen über die Initiative Help und Unterschriften-Karten liegen vorerst in sämtlichen Ambulanzen der Univ.-Klinik für Chirurgie auf, sowie in der Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin und am Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik.

Unterschriftenkarten können Sie in den Einwurf-Boxen in den o.e. Ambulanzen abgeben oder an die Univ.-Klinik für Chirurgie, zH Fr. Brigitta Eibisberger, Auenbruggerplatz 29 schicken.

Gruendungsmitglieder der HELP-Iniatiative

Das Management der KAGes, des LKH-Univ.-Klinikums und der Med Uni Graz starteten die "Operation HELP"

    Von links nach rechts
  • Univ.-Prof. Dr. Rudolf Bratschko, Vorsitzender des Senats
  • Ernst Hecke, Vorstandsdirektor der KAGes
  • DI Christian Kehrer, Vorstandsdirektor der KAGes
  • Univ.-Prof. DDr. Gerhard Franz Walter, Rektor der Med Uni Graz
  • Univ.-Prof. Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstand der Univ.-Klinik für Chirurgie, Vizerektor für den Klinischen Bereich der Med Uni Graz
  • Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, Ärztlicher Direktor des LKH-Univ.Klinikums Graz
  • Mag. Gebhard Falzberger, Betriebsdirektor des LKH-Univ.Klinikums Graz
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