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Derzeit sind
etwa 4500
genetische
Erkrankungen
bekannt, die
monogenen
Ursprungs
sind, d.h.
kausal auf
die
Veränderung
eines
Erbmerkmals
zurückzuführen
ist. Obwohl
jede
einzelne
dieser
Erkrankungen
selten ist,
sind
insgesamt
etwa 5-7%
der
pädiatrischen
Hospitalisierungen
dieser
Gruppe
zuzurechnen.
Nur ein
kleiner Teil
aber stetig
wachsender
Anteil davon
(derzeit ca.
500) sind
mit
biochemischen
und
molekulargenetischen
Methoden
erkennbar.
Die
Arbeitsgruppe
befasst
sich, in
enger
Kooperation
mit der
Ambulanz für
angeborene
Stoffwechselstörungen
(OA Dr.
B.Plecko, OA
Dr. U.Karner,
OA
Dr.Gruber-Sedlmayer)
und dem
Blocklabor
III (OA
Dr.W.Erwa)
mit Fragen
der
verbesserten
Diagnostik
und der
Erforschung
von Fragen
der
Pathogenese
in diesem
rasch
expandierenden
Fachgebiet.
Seit dem
Jahre 1986
wurde das
Spektrum der
verfügbaren
Analysen
kontinuierlich
erweitert
und vertieft
und umfasst
derzeit alle
wichtigen
pathologischen
Metabolite
von
Störungen
des
Intermediärstoffwechsels.
Weiters gilt
unser
spezielles
Interesse
genetischen
Störungen
der Funktion
von
Zellorganellen,
z.B.
Lysosomen
und
Peroxisomen.
Die
Ergebnisse
dieser
Arbeit, die
seit etwa 10
Jahren
zahlreiche
von Kliniken
des ganzen
Bundesgebietes
und
benachbarten
Regionen
genutzt wird
können
direkte
Hilfestellungen
bei der
Therapie und
bei der
genetischen
Beratung
betroffener
Familien
z.B. durch
pränatale
Diagnostik,
geben.
Monogene
Erkrankungen
sind für die
Grundlagenwissenschaft
von
besonderem
Interesse,
da sie
"Modelle"
für die
Erforschung
bisher
unbekannter
Zusammenhänge
des
Zellstoffwechsel
liefern
können. So
beschäftigt
sich die
Arbeitsgruppe
in
Zusammenarbeit
mit
theoretischen
Instituten
mit
Störungen in
der Funktion
von
Peroxisomen
und versucht
aus
Veränderungen
die durch
das Fehlen
eines
bestimmten
Membranbausteins
entstehen,
Information
über seine
bisher
unbekannte
Funktion in
der Zelle zu
erlangen.
Weiters
interessieren
wir uns für
die Frage,
wie
unterschiedliche
klinische
Verlaufsformen
von
bestimmten
Störungen
der
Lysosomenfunktion
durch
definierte
Veränderungen
im
Erbmaterial
zu erklären
sind. Dies
kann
detaillierten
Einblick in
die Funktion
von Enzymen
liefern. In
Zukunft kann
damit eine
frühe
Prognose des
Krankheitsverlaufes
durch
DNA-Analyse
und ein
verbesserter
Einsatz
künftiger
Therapiemethoden
des Enzym-
und
Genersatzes
möglich
werden.
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