Das Neuroblastom ist der
häufigste solide Tumor im Kindesalter. Er tritt bevorzugt bei
Kleinkindern auf. Eines von 5.000 Kindern unter 14 Jahren erkrankt
an einem Neuroblastom.
In Österreich werden 15 bis 20
Neuroblastomerkrankungen pro Jahr diagnostiziert.
Eine Besonderheit des Neuroblastoms
ist die Tatsache, dass der Tumor biochemische Substanzen produziert,
deren Abbauprodukte (Vanillinmandelsäure, Homovanillinsäure,
Dopamin) im Harn nachgewiesen werden können. Diese Tatsache
wird für die Diagnostik dieser Tumorekrankung genützt. Die Sensitivität
(Treffsicherheit) der Methode liegt bei 95 %.
Im Gegensatz zu früheren Analysen
aus einem über 24 Stunden gesammelten Harn kann die Analyse auch
aus einer Harneinzelprobe erfolgen.
Das Grazer Katecholamin-Analyselabor
ist als österreichisches Referenzlabor für
Neuroblastomerkrankungen anerkannt und Einsendungen erfolgen daher
aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Laboranalyse erfolgt mit
moderner Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC), ein
Ergebnis liegt in der Regel schon nach wenigen Stunden vor und
ermöglicht dadurch einen raschen Therapiebeginn.