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Die Kinderklinik im Wandel der Zeit ...
Mit dem 1843 eröffneten "Anna
Kinderspital" konnte Graz auf die nach Wien älteste
Kinderspitalseinrichtung der Monarchie verweisen.
"Anna-Kinderspital" deshalb, weil der private Träger
"Kinderspitalverein" unter der Patronanz von Anna Freifrau
von Brandhofen, der Gemahlin von Erzherzog Johann, stand. 1877 wurde
ein neues Gebäude in der Mozartgasse bezogen und 1880 wurde dem
"Anna-Kinderspital" der Status einer
k.u.k.-Universitätsklinik verliehen. Nachdem die Klinik dann 1969 in den Neubau im Bereich des
Landeskrankenhauses übersiedelte, wurde alsbald offensichtlich,
dass die Baustruktur der nun rasch fortschreitenden Spezialisierung
nicht gerecht wurde. Als ersten Schritt konnten wir unsere
Forschungs- laboratorien im 1989 begonnenen Neubau der
Universitätsklinik für Kinderchirurgie realisieren.
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Als 1992 unter der Federführung des technischen Direktors der
Steiermärkischen Krankenanstalten Ges.m.b.H, DI Dr. Berndt
Martetschläger, dem Motor des Projektes "LKH 2000", die
Generalsanierung des Bettentraktes, der Ambulanzen sowie die
Errichtung der "high-tech"-Stationen der klinischen
Abteilung für Hämatologie/Onkologie und Neonatologie im Zubau
beschlossen wurde, mussten alle an der Planung Beteiligten mehreren
Aspekten berecht werden. Ausgehend von einem besseren Verständnis
für das Wesen und die Eigenarten eines Kindes uns seinen von der
Krankheit so sehr mitbetroffenen Eltern wurden 30% der Betten für
Begleitpersonen angelegt. Verständnis wurde auch gezeigt, dass
Kinder und Eltern im Krankenhaus ein Umfeld und Raum brauchen. Dies
gilt vor allem für unsere "Rooming-in-Mütter" und unsere
adoleszenten Patienten mit ihren psychosozialen, endokrinologischen
und psychosomatischen Problemen. Darüber hinaus musste auch der
1995 erfolgten Strukturierung in fünf klinische Abteilungen
(Allgemeine Pädiatrie, Hämato/Onkologie, Kardiologie, Neonatologie,
Pulmonologie/Allergologie) sowie dem gemeinsamen Bereich und
wiederum deren Anforderungen in Forschung und Lehre Genüge getan
werden. Bei bereits reduzierter Bettenanzahl wurde die Gesamtfläche
sogar vermehrt.
Mit Beginn des neuen Jahrtausends ist im Verein mit
der Universitätsklinik für Kinderchirurgie und Kinderradiologie
ein wahrhaft stattliches und in Europa wohl einmaliges Kinderzentrum
entstanden. Heute bewältigt die Universitätsklinik für Kinder-
und Jugendheilkunde neben ihren Aufgaben für Forschung und Lehre
jene eines Schwerpunktkrankenhauses und Referenzspitals für den
süd- und ostösterreichischen Raum. Beinahe 500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind zum Wohle der uns anvertrauten kleinen
Patienten und Jugendlichen beschäftigt. Jährlich werden ca. 7000
Kinder stationär und ca. 70.000 Kinder ambulant versorgt. Dafür
stehen 172 Betten (+ 52 Betten für Begleitpersonen), eine
allgemeine Ambulanz sowie 25 Spezialambulanzen zur Verfügung.
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