MIGRONIS
Migraine, Reactive Oxygen and Nitrogen
Species Study
Migräne ist ein neurovaskuläres Syndrom, charakterisiert
durch starke pulsierende Kopfschmerzattacken, einhergehend mit
Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Es ist
noch immer unklar, welcher pathophysiologische Mechanismus der
Auslöser der Migräne ist. Stickstoffmonoxid (NO) ist ein
bedeutender Transmitter, welcher eine zentrale Rolle in der
Regulation zahlreicher physiologischer Funktionen, wie zum
Beispiel der Gefäßentspannung, der Immunmodulation und der
neuronalen Reizleitung spielt. Während einer Migräneattacke
sind NO und radikale Sauerstoffspezies (ROS) als Mediatoren
der kranialen Gefäßerweiterung und der Aktivierung des
Trigeminusnervs beteiligt. Diese Aktivierung des Trigeminusnervs
und kraniale Vasodilatation sind hauptverantwortlich für die
Kopfschmerzphasen der Migräne.
NO wird von der Gruppe der NO-Synthasen (NOS) aus der Aminosäure
L-Arginin synthetisiert. Die Familie der NOS beinhaltet drei Enzyme,
benannt nach ihrem Hauptwirkort: die endotheliale NOS (eNOS),
die neuronale NOS (nNOS) und die induzierbare NOS (iNOS).
Die Beteiligung der einzelnen Enzyme in der Migräne ist
bis heute völlig unbekannt.
Das Ziel dieser Studie ist es, die Bedeutung des NO-Metabolismus
und im Speziellen die Bedeutung der NO-Synthasen in der Migräne
aufzuklären. Dazu werden Migräne assoziierte Metabolite und
Biomarker in weiblichen und männlichen Migränepatienten in
beschwerdefreien Phasen und während Migräneattacken, sowie
in gesunden Probanden untersucht. Sollte sich unsere Hypothese
bestätigen, dass NO ein Schlüsselmolekül in der Pathophysiologie
der Migräne ist, könnten neue therapeutische Strategien entwickelt
werden, sowohl für die Behandlung akuter Migräneattacken, als
auch für präventive Therapien.
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Priv. Doz. Dr. Hans-Jürgen Gruber
Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik
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