03.07.2006Tag der Med Uni Graz: Sponsion Kinder-Uni, Goldene Diplome, DissertantInnen-Preise & Chill OutVerleihung der Goldenen Diplome
Rektor Univ.-Prof. DDr. Gerhard Franz Walter bei der Verleihung der Goldenen Diplome im schönen Ambiente der Alten Universität Graz.
Univ.-Prof. Dr. Anderhuber stellt die AbsolventInnen vor.
Unsere "Goldenen" AbsolventInnen 2006
Beste Dissertationen der Med Uni Graz ausgezeichnetNeueste, wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse zu bösartigem Lungentumor, zur (erst vor wenigen Jahren entdeckten) Endothel-Lipase und zur Apraxie (Handungsstörungen) von dementen PatientInnenGraz, am 4. Juli 2006: Die Med Uni Graz hat die besten Dissertationen für die Studienrichtung "Medizinische Wissenschaften" ausgezeichnet. Die besten Arbeiten stammen ex aequo von Dr. Markus Blaukovitsch (für die Untersuchung von genetischen Veränderungen einer bestimmten und sehr bösartigen Art von Lungentumor) und Dr. Martin Gauster (für seine Untersuchungen der Endothel-Lipase) und sind mit je 700,-- € dotiert. Der dritte Platz - mit 300,-- € honoriert - ging an Dr. Anna Katharina Hödl (für eine neuropsychologische Untersuchung von Demenzen). Das Studium der Medizinischen Wissenschaften ist ein 4-semestriges Doktoratsstudium, das sich auf die Ausbildung zu selbstständigen Forschungsarbeiten im Bereich Biomedizinischen und Klinischen Forschung konzentriert. Die AbsolventInnen schließen mit dem Titel "Dr. scient.med." ab (im Gegensatz zu "Dr.med.")."Das Doktoratsstudium im Rahmen des neuen Curriculums ist eine umfassende, international anerkannte Ausbildung für wissenschaftliches Arbeiten für unseren zukünftigen wissenschaftlichen Nachwuchs, stellt eine wirkliche Brücke zwischen Lehre und Forschung dar und leitet zu eigenständiger Tätigkeit in der Wissenschaft an. Die Qualität der Arbeiten ist enorm hoch und es gibt eine Reihe von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die durch weitere Forschung noch genauer untersucht werden", betont Univ.-Prof. Dr. Gilbert Reibnegger, Vizerektor für Studium und Lehre. Dr. Markus Blaukovitsch: Genetische Aberrationen in Sarcomatoiden Lungentumoren Die Gruppe der Sarcomatoiden Karzinome (SC) sind seltene, sehr bösartige Lungentumore.Das besondere bei diesen Tumoren ist, dass sie morphologisch aus zwei verschiedenen Phänotypen bestehen. Neben den typischen epithelialen Tumorzellen kommen Zellen vor, die einen mesenchymalen Phänotyp (Aussehen) nachahmen. Mit Hilfe einer speziellen genetischen Untersuchun, konnten das Genom der Sarcomatoiden Lungentumore und ihrer Untergruppen auf Veränderungen untersucht werden. Durch diverse Untersuchungen kann man davon ausgehen, dass diese Tumore eine gemeinsame Ursprungszelle haben und dass ein bestimmtes Protein als neues Ziel für die Therapie dieser äußerst bösartigen Lungentumore genutzt werden kann. Diese Arbeit wird in einem namhaften internationalen medizinischen Journal erscheinen.Dr. Martin Gauster: Die Rolle der Endothel-Lipase im HDL Metabolism (High Density Lipoprotein)Die Dissertation von Mag. Dr. Martin Gauster wurde am Institut für Molekularbiologie und medizinische Biochemie durchgeführt und schildert den Einfluss der Endothel-Lipase im High Density Lipoprotein (HDL) Metabolismus. Dr. Gauster untersuchte mit molekularbiologischen und biochemischen Techniken die post-translationale Prozessierung, sowie enzymatische Eigenschaften der Endothel-Lipase. Die prämierte Dissertationsarbeit klärt die Mechanismen einer extrazellulären Spaltung und Inaktivierung der Endothel-Lipase. Des Weiteren beschreibt die Arbeit die Fähigkeit der Lipase, Zellen mit relevanten Fettsäuren zu versorgen. Teile dieser Arbeit konnten in namhaften wissenschaftlichen Journalen publiziert werden.Dr. Anna Katharina Hödl: Neuropsychologische Untersuchung von Demenzen: Eine klinische Studie über Apraxie bei dementen PatientenDie Gliedmaßenapraxie ist eine Störung der motorischen Handlungsplanung und -ausführung (zB. Heben einer Hand, Schneiden mit dem Messer u.ä.). Bis heute ist ungeklärt, ob eine bestimmte Art der Apraxie als Folge einer Demenzart oder Mischdemenz auftreten kann. In ihren Untersuchungen fand Dr. Hödl neue Ergebnisse (im Gegensatz zu bisherigen Behauptungen der meisten Neuropsychologie-Experten) heraus: Patienten mit kortikalen Läsionen, aber auch mit einer rein subkortalen Demenz können eine Gliedmaßenapraxie entwickeln. Patienten mit Mischdemenz zeigen ein gänzlich anderes klinischen Bild als Patienten mit kortikaler Demenz und die Apraxie scheint sich durch verschiedene Läsionen (zB. der Leitungsbahnen, der weißen Substanz u.ä.) zu entwickeln.Ausführlichere Beschreibungen der Dissertationen unter:www.meduni-graz.at oder anzufordern per eMail an: b.jauk@meduni-graz.at
Dr. Anna Hödl erhielt den 3. Preis für ihre Dissertation über eine neuropsychologische Untersuchung von Demenzen.
Dr. Martin Gauster untersuchte den Einfluss der Endothel-Lipase im HDL (High Density Lipoprotein) und wurde dafür mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Dr. Markus Blaukovitsch erhielt ex-aequo den 1. Preis für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einem bösartigen Lungentumor.
Chill Out
Medizynisches Kabarett von Dr. Rezanka
Schöne-schaurige Geschichten über Graz von Josef E. Tschida
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