04.05.2006

Antrittsvorlesung Univ.-Prof. Dr. Huppertz: "Der Trophoblast der menschlichen Plazenta: Differenzierung nur mithilfe eines Selbstmords auf Raten!"

Unter diesem unkonventionellen Titel stand die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Huppertz. Univ.-Prof. Rektor DDr. Walter und zahlreiche Zuhörer genossen den lebhaften Vortrag.

Herr Univ.-Prof. Dr. Berthold Huppertz wurde mit 1.1.2006 vom Rektor der der Medizinischen Universität Graz zum Professor für das Fachgebiet Zellbiologie am Institut für Zellbiologie, Histologie und Embryologie an der Medizinischen Universität Graz berufen.

Nach dem Studium der Biologie an der Universität Regensburg promovierte er 1992 am Forschungszentrum Jülich, der größten außeruniversitären Forschungsanstalt Deutschlands, zum Dr. rer. nat. In dieser Zeit befasste er sich mit den Vorgängen der Umwandlung von Lichtsignalen in elektrische Impulse im Auge von Wirbeltieren. Danach übernahm er die Leitung des Biochemielabors im Institut für Zoologie an der RWTH Aachen, in dem er seine Forschung am Auge, diesmal dem Tintenfischauge, fortsetzte. 1994 wechselte er an das Institut für Anatomie II der RWTH Aachen, in dem er 2000 habilitierte und seit 2003 Leiter der Forschungseinheit war.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Prof. Huppertz ist seit seinem Wechsel zum Institut für Anatomie die menschliche Plazenta. Er widmet sich vor allem den Wechselbeziehungen zwischen Differenzierung und Apoptose fetaler Zellen der Plazenta und ihren Veränderungen bei Schwangerschaftserkrankungen. Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist geprägt vom Aufbau eines engen sowohl innereuropäischen als auch weltweiten Netzwerkes mit den wesentlichen Institutionen in seinem Forschungsbereich. Sein Engagement in der Lehre brachte ihm den Titel als einer der beliebtesten Dozenten der Medizinischen Fakultät in Aachen ein. Prof. Huppertz ist Mitglied internationaler Fachgesellschaften, wobei er seit 2004 im Vorstand der International Federation of Placenta Associations tätig ist.







Bilder: Bildnachweis: David Reischl für Med Uni Graz
 

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