07.07.2006Know-how von Grazer Dermatologie-Experten weltweit exportiertAuch heuer haben wieder rund 50 Dermatologen aus der ganzen Welt die Gelegenheit wahrgenommen, eine in Graz entwickelte anerkannte Methode der Melanom-Diagnostik zu erlernen. Der "International Short Course on Dermoscopy" war auch heuer wieder ausgebucht. Bei der so genannten Auflichtmikroskopie, die an der Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie unter Vorstand o. Univ.-Prof. Helmut Kerl ist seit Jahren entwickelt wurde, handelt es sich um eine einfach durchzuführende und nicht-invasive Methode zur Beurteilung von Hauttumoren. Der Erfolg in der Behandlung von Hautkrebs hängt wesentlich vom Zeitpunkt der Diagnose ab: je früher ein Melanom erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die Auflichtmikroskopie erhöht die Sicherheit in der Beurteilung von gut- und bösartigen Muttermalen. Dabei bringt man ein Vergrößerungsglas mit einer eigenen Lichtquelle in direkten Kontakt mit der Haut. Die Haut ist deutlich "erkennbarer" und die Hautstruktur wird vergrößert. So können Strukturen beurteilt werden, die mit freiem Auge nicht sichtbar wären. Die Dermatoskopen sind an moderne Videosysteme und Computer gekoppelt und speichern digitale Bilder von Hauttumoren. Durch die Anwendung der Auflichtmikroskopie sinkt die Sterblichkeitsrate des Melanoms um 10%.Das Grazer Expertenteam um Univ.-Prof. Dr. Hofmann-Wellenhof und Univ.-Prof. H. Peter Soyer befasst sich seit rund 20 Jahren mit diesem Thema und ist erkannt in internationalen Fachkreisen. Regelmäßige Publikationen und die Vertretung in internationalen Organisationen spiegeln die Erfahrung des Teams wider. Weitere Informationen unterH. Peter Soyer, MDUniv.-Klinik für Dermatologie und Venerologie Medizinische Universität Graz Auenbruggerplatz 8, 8036 Graz E-Mail: peter.soyer@meduni-graz.at ![]() Auch dieses Jahr war der "International Short Course on Dermoscopy" wieder ausgebucht.
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