27.09.2006

Initiative Help - Phase 2

KAGes, LKH-Univ.Klinikum Graz und Med Uni Graz erweitern die außergewöhnliche Initiative: Ein überdimensional plakativer Aufruf auf dem Chirurgiegebäude sowie Spots in den Straßenbahnen soll die Öffentlichkeit weiterhin auf Problematiken am Grazer Klinikum aufmerksam machen
"HELP" - musikalisch umgesetzt vom Chor "Camerata Chirurgica Graecensis"
Das geeinte "SOS" für die Grazer Spitzenmedizin wird fortgesetzt. Wegen des schlechten baulichen Zustandes besteht für den Chirurgiekomplex höchster Handlungsbedarf. Die Initiative HELP, die Ende September gestartet wurde, erreichte Medien-Echo und im ersten Schritt über 3.500 Unterschriften von GrazerInnen. Dennoch ist ein endgültiges "Go" von den Entscheidungsträgern noch ausständig. Nun werden weitere Schritte gesetzt, um auf die Situation auf dem Grazer Univ.-Klinikum aufmerksam zu machen.
Wichtige Modernisierungen am Univ.-Klinikum Graz noch offen
Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die mittelfristige Adaptierung des Chirurgiekomplexes, aber auch um die Zielplanung des Nachfolgeprojektes LKH 2020 mit den Bauprojekten Zahnklinik, Radiologie, Blutbank und Strahlentherapiezentrum sowie Reinvestition der Medizintechnik.

"Im Rahmen des LKH-2000 Projekts wurde viel verbessert. Etwa Augen-, HNO-Klinik, Univ.Klinik für Dermatologie und Venerologie und viele mehr sind am neuesten Stand. Allerdings gibt es noch weitere wichtige Bereiche, die dringend modernisiert werden müssen", erklären unisono die Manager der KAGes, des Klinikums und der MUG. Sie weisen auf die enorme Bedeutung einer zeitgemäßen Infrastruktur für eine wettbewerbsfähige Grazer Medizin in den Bereichen Patientenversorgung, Lehre und Forschung hin. Allerdings sind die Entscheidungen zur Umsetzung insbesondere vom Bund noch immer ausständig.
Künstler, Unternehmen und Sänger unterstützen die Initiative Help
Unterstützung bekamen die Manager vom bekannten Medienkünstler Prof. Richard Kriesche, der den "Hilferuf" - kostenlos - designte. Das Grazer Unternehmen "Ankünder" sponsert die Ausstrahlung der Spots über Infoscreens in den Straßenbahnen, die Bemalung des Schriftzugs "HELP" auf dem Chirurgiehochhaus wurde ebenfalls kostenlos durchgeführt. Und last but not least ist der Freizeit-Einsatz des "Chirurgie-Chors" unter der Chorleitung von Dietmar Bresnig zu erwähnen. Der Videoclip "Help" wurde vom Medienbeauftragten der Medizinischen Universität Graz , Herrn Joachim Theussl, organisiert. "Unterstützung von allen Seiten: Künstler Prof. Kriesche, die Firma Ankünder, der Chirurgie-Chor bis hin zu den Malerarbeiten. Herzlichen Dank an alle Beteiligten", freut sich Univ.-Prof. Dr. Tscheliessnigg.
Dringende Modernisierungen und Renovierungen am Univ.-Klinikum Graz
Akuter Handlungsbedarf besteht bei der Sanierung der Univ.-Klinik für Chirurgie, da v.a. im Innenbereich schlimme bauliche Zustände herrschen. Laufende akute und wartungsbedingte Reparaturarbeiten stehen hier an der Tagesordnung und erschweren den Tagesablauf von ÄrztInnen, PflegerInnen und PatientInnen. Es fehlen Seminar- und Unterrichtsräume für eine moderne Lehre sowie Forschungsflächen. Bis zu 20 ÄrztInnen teilen sich Dienstzimmer von 10-15m², Kleiderspinde werden zu viert benützt, Schreibtische werden ebenso geteilt. Die Patienten sind zu einem hohen Anteil in 6-Bettzimmern ohne zugeordnete Toiletten und Waschgelegenheiten, welche sich über dem Gang befinden, nicht mehr zeitgemäß untergebracht. 50% der erforderlichen Flächen für eine zeitgemäße Ausstattung der Kliniken im Chirurgieblock fehlen, der Zusatzbedarf beträgt rd. 10.000 m².

Ein weiterer Grund, warum die Renovierung der Univ.-Klinik für Chirurgie in den nächsten Jahren durchgeführt werden muss: Statische Gutachten besagen, dass wegen rostender Stützen das Gebäude nur noch rd. 10 Jahre genützt werden kann.

www.help-chirurgie.at





Die großen Help-Aufschriften auf der Univ.-Klinik für Chirurgie machen auf die dringend notwendigen Modernisierungen am Grazer Univ.-Klinikum aufmerksam.
 

29.11.06