Allgemeine Ambulanz

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Spezialambulanz

für Patienten mit

Bipolaren Störungen

„Manisch-depressives Kranksein“

Universitätsklinik für Psychiatrie
Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 31, 8036 Graz

 

Leiter

 

Univ. Prof. Dr. Peter Hofmann
Tel.: 0316/385 83415
e-mail: peter.hofmann@klinikum-graz.at
 

Ärztliche MitarbeiterInnen

Univ. Ass. Dr. Eva Schmidt
Tel.: 0316/385 81754
e-mail: eva.schmidt@klinikum-graz.at

Univ. Ass. Dr. Bernd Reininghaus
Tel.: 0316/385 86214
e-mail: bernd.reininghaus@klinikum-graz.at

Univ. Ass. Dr. Christoph Ebner
Tel.: 0316/385 86215
e-mail: christoph.ebner@klinikum-graz.at
                                                          

Anmeldung (Ambulanz, Neubau)

Frau B. Kuttroff-Klausner, Frau D. Payer
Tel. 0316/385/3616, Fax.: 0316/385/3950
 

Psychotherapeutische MitarbeiterInnen

Mag. Dr. Michaela Ritter
Mag. Dr. Klaudia Tertschnig
 

 

Bipolare Störungen oder Erkrankungen werden synonym zu dem Begriff der manisch-depressiven Erkrankung verwendet. Diagnostisch übergeordnet zählen sie zu den affektiven (d.h. auf das Gefühl oder Gemüt bezogenen) Erkrankungen. Entsprechend ist das entscheidende Merkmal in Krankheitsphasen eine krankhafte Veränderung des Gefühllebens und der Stimmung. „Bipolar“ bedeutet, dass die Stimmung zwischen dem Pol der extremen Hochstimmung (Manie) und dem Pol schwermütiger Herabgestimmtheit (Depression) schwankt.

Typische Symptome der Manie sind eine Steigerung und Labilisierung der Gefühle einhergehend mit einer Hochstimmung (Euphorie) oder Missstimmung (Dysphorie), ein beschleunigtes Denken und Reden, ein gesteigertes Selbstbewusstsein, eine motorische Überaktivität und Erregung sowie eine Enthemmung des Verhaltens. Kontrastierend dazu zeigen sich in der Depression eine gedrückte, depressive oder traurige Stimmung, ein vermindertes Selbstbewusstsein sowie eine Hemmung der Gefühle, der Motivation, des Denkens, des Sprechens, des Antriebs und des Verhaltens.

Die Auslenkung der Stimmung kann von leicht bis extrem schwanken. Bei extremen Stimmungsschwankungen kann es sowohl bei der Depression als auch bei der Manie vorkommen, dass die Realität verzerrt wahrgenommen wird und Wahnideen oder Sinnestäuschungen auftreten. Man spricht dann von einem psychotischen Erleben oder einer Psychose.

Bipolare Erkrankungen treten phasisch auf, das heißt akute Krankheitsepisoden unterschiedlicher Dauer wechseln sich in der Regel mit symptomfreien Intervallen ab. Ein entscheidendes Merkmal der Erkrankung ist daher die periodische Wiederkehr der akuten Krankheitsepisoden oder –phasen.


Angebot unserer Spezialambulanz:

Ø     Erweitertes Therapieangebot als Ergänzung zur bestehenden Behandlung in der Facharztpraxis

Ø     bei Bedarf auch engmaschige Betreuung

Ø     Gruppenpsychoedukation (siehe unten)

Ø     Selbsthilfegruppe für Patienten mit bipolarer Störung (siehe unten)

Ø     Beratung von Angehörigen

 

Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der österreichischen Plattform für bipolare Störungen www.bipolar.at .

Psychoedukation

bei
bipolaren Störungen

 

Ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Gruppenprogramm zur Aufklärung, Gesundheitsförderung und zum besseren Umgang mit der Erkrankung.

In einer Kleingruppe von 8-12 Teilnehmern mit einer manisch- depressiven Erkrankung werden unter ärztlicher und psychotherapeutischer Anleitung Basisinformationen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erklärt, der Austausch von Erfahrungen unter den Teilnehmern gefördert und der bessere Umgang mit der Erkrankung erarbeitet. Jeder Einzelne soll am Ende der Gruppe  „Experte seiner eigenen Erkrankung“ sein, um Vorzeichen von neuerlichen depressiven oder manischen Phasen im Vorfeld erkennen und sich rechtzeitig einer Behandlung unterziehen zu können.

Seit einiger Zeit wird die Gruppen- Psychoedukation als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit zur psychopharmakologischen Therapie schon in verschiedensten Teilen der  Welt sehr erfolgreich angewendet. In  Studien konnte nachgewiesen werden, dass die teilnehmenden Patienten - vermutlich durch die erhöhte Bereitschaft die Therapie anzunehmen - eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und Verringerung der Schwere der Phasen verzeichnen konnten.

Eine vorhergehende Anmeldung ist unbedingt notwendig

unter: 0316 385 3616

Ablauf, Termine und Inhalte:        

Kleingruppe von 8-12 Patienten

Insgesamt 9 Sitzungen

Dienstag von 17.30-19h

Donnerstag von 17.30-19h

Nächster Gruppenbeginn September/Oktober 2007

 

erster Termin: 11., 13., 18., 20., 25. und 27. September sowie  2., 4. und 9. Oktober

erster Termin: 13., 15., 20., 22., 27. und 29. November sowie  4., 6. und 11. Dezember

 

Selbsthilfegruppe

 

Jeweils am ersten Dienstag im Monat um 17.30h

Nächste Termine:

Di 04. September 2007
Di 02. Oktober 2007
Di 06. November 2007
Di 04. Dezember 2007

Ort: Universitätsklinik für Psychiatrie
Auenbruggerplatz 31
8036 Graz
Seminarraum 1. Stock
Anmeldung unter 0316/385 3616 (8-15h)