Allgemeine Ambulanz

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Ambulanz

Universitätsklinik für Psychiatrie

Medizinische Universität Graz und LKH Graz

Auenbruggerplatz 31A

A-8036 Graz

 

Tel.: 0316-385-13616

Tel.: 0043-316-385-13616

Fax.: 0316-385-13950

Fax.: 0043-316-385-13950

 

 

 von links nach rechts:
Andreas Baranyi, Alexandra Stepan, Hans-Bernd Rothenhäusler, Barbara Egghart, Majda Köck-Deutsch, Helga Macheiner

von links nach rechts:
Ambulanz/CL-Dienst MitarbeiterInnen aus dem Pflegeteam und der Administration: Frau Uschi Pauli (DGKS), Doz. DDr. Rothenhäusler, Frau Doris Payer, Frau Barbara Kuttroff-Klausner, Thomas Buchegger (DGKP), (nicht im Bild) Frau Anita Haidenbauer (DGKS)

Leiter der Ambulanz:

Univ.-Doz. DDr. Rothenhäusler

Administration/Leitstelle:

Frau Kuttroff-Klausner

Frau Hofer

 

Stv. Leiterin d. Ambulanz:

Frau OA Dr. Köck-Deutsch

 

AmbulanzärztInnen:

Frau Univ.-Ass. Dr. Egghart

Frau OA Dr. Stepan

Univ.-Ass. Mag. Dr. Andreas Baranyi

 

Ambulanzpsychologin:

Frau Dr. Macheiner

 

Pflege:

Thomas Buchegger (DGKP)

Frau Anita Haidenbauer (DGKS)

Frau Uschi Pauli (DGKS)

 

EEG:

Frau OA Dr. Köck-Deutsch

 

 

Das breite Aufgabenspektrum der Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH – Universitätsklinikum Graz, erfordert bei den MitarbeiterInnen eine hohe Motivation, die Auseinandersetzung mit den unten genannten Zielen und die Bereitschaft zur interdisziplinären Teamarbeit. 

Es wird von den MitarbeiterInnen erwartet und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich kontinuierlich in Fort- und Weiterbildung den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erwerben und sich die für ihre Tätigkeit erforderliche spezifische Fachkompetenz anzueignen. 

Die Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH – Universitätsklinikum Graz, pflegt eine von gegenseitiger Wertschätzung geprägte offene Kommunikation. Initiative, Mitwirkung sowie Enfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der MitarbeiterInnen werden gewünscht und gefördert. Eine verständliche und transparente Organisations- und Führungsstruktur ermöglicht eine stufengerechte Delegation von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen. 

 

Ambulanz
 

 

Versorgung

Die psychiatrische Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH Graz, bietet eine Anlaufstelle für Personen mit seelischen Problemen jeglicher Form. Hier werden diagnostische Untersuchungen gestellt und ambulante Behandlungen durchgeführt bzw. eine stationäre Aufnahme organisiert und wichtige Vermittlungsaufgaben mit anderen Einrichtungen, Kliniken, externen psychosozialen Institutionen, niedergelassenen Ärzten, Psychologen und Psychotherapeuten sowie Behörden übernommen. 

Die psychiatrische Ambulanz hat dabei das Ziel, psychiatrisch behandlungsbedürftige PatientInnen erfolgreich zu diagnostizieren und zu behandeln, wobei sich das Angebot an den jeweils aktuellen Bedürfnissen der PatientInnen orientiert. Ziele sind die Behandlung der psychischen Symptome und die Verbesserung der sozialen und beruflichen Funktionsfähigkeit sowie der Lebensqualität für unsere PatientInnen unter Einbezug ihrer Angehörigen. 

Die psychiatrische Ambulanz bietet einen 24-Stunden-Dienst für Personen in seelischen Krisen. Sie ist offen zugänglich für Hilfesuchende auch ohne vorherige Anmeldung. In einem ärztlichen Gespräch soll diagnostisch geklärt werden, welche möglichen seelischen, körperlichen oder sozialen Einflüsse zur akuten Krise geführt haben. Psychotherapeutische und/oder medikamentöse Ansätze bestimmen ein vielfältiges Behandlungskonzept zur Bewältigung der Krise. Weitere ambulante Kontakte können vereinbart, oder, wenn nötig, auch eine stationäre Aufnahme mit den PatientInnen besprochen werden. Charakteristisch ist ein niederschwelliges Behandlungsangebot, gerade auch an PatientInnen mit sehr schwierigen und komplizierten Krankheitsverläufen. 

Zur Ambulanz gehören mehrere Spezialambulanzen. Für besondere psychische Krankheitsbilder werden dort eine Spezialdiagnostik sowie spezifische medikamentöse, psychotherapeutische und psychologische Massnahmen angeboten. Eine Spezialambulanz wird jeweils von einer ärztlichen MitarbeiterIn der Universitäsklinik für Psychiatrie, LKH-Universitätsklinikum Graz, geführt. Für die Spezialambulanzen bestehen besondere Sprechzeiten, also kein 24-Stunden-Dienst.

 

Psychoedukation und Angehörigenarbeit

 

Klinische Psychologin: Frau Dr. Macheiner (Tel.: 0316-385-13493; Ambulanzssekretariat: 0316-385-13616) 

Schwerpunkt der klinisch-psychologischen Tätigkeit ist die Durchführung von psychoedukativen Gruppen in der ambulanten Patientenversorgung.

Zum Thema Ernährung wird Frau Eva Kugel, Diätologin im ernährungsmedizinischen Dienst am Univ.-Klinikum Graz, informieren.

Unter Psychoedukation werden systematische didaktisch-psychotherapeutische Interventionen zusammengefasst, um die PatientInnen und ihre Angehörigen über die Hintergründe der Erkrankung und die erforderlichen Behandlungsmassnahmen zu informieren, das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zu fördern und sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen (Arbeitsgruppe Psychoedukation, 2003).

In Erweiterung zu der bestehenden Psychoedukation bei Psychosen für stationäre PatientInnen und deren Angehörigen wird dieser Versorgungsstandard auch für ambulante Patient/Innen und deren Angehörige angeboten.

Ergänzend wird Psychoedukation bei Depressionen für ambulante Patient/Innen und deren Angehörige als Routinestandardbehandlung implementiert.

 

Praktische Durchführung der psychoedukativen Gruppen bei Psychosen:

Für Patient/Innen:

9 Gruppensitzungen (je 60 Minuten)

2-mal wöchentlich

geschlossene Gruppenform

8 bis 15 Teilnehmer/Innen

Schwerpunkte: Informationsvermittlung

Emotionale Entlastung

Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten

 

 

 

Für Angehörige:

8 Gruppensitzungen (120 Minuten)

1-mal wöchentlich

geschlossene Gruppenform

8 bis 20 Teilnehmer

 

 

 

Themenschwerpunkte der psychoedukativen Gruppen für PatientInnen und Angehörige:

 

Treffen                                   Themen

1.                   Begrüßung, Organisation, Ablauf, Gruppenregeln, Inhalte, Ziele

2.                   Krankheitsbegriff, Symptomatik, Diagnostik

3.                   Somatische Brücke – relativer Dopamin-Überschuss

4.                   Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell

5.                   Medikamente und Nebenwirkungen

6.                   Psychologische, psychotherapeutische, psychosoziale Maßnahmen

7.                   Rückfallprophylaxe, Frühwarnzeichen, Krisenplan

8.                   Ernährung (PatientInnen-Gruppe)

9.                   Abschlusssitzung

 

 

Praktische Durchführung der psychoedukativen Gruppen bei Depression:

 

Für PatientInnen:

 

9 Gruppensitzungen

2-mal wöchentlich

geschlossene Gruppenform

8 – 15 Teilnehmer/Innen

inhaltliche Schwerpunkte: Informationsvermittlung

Emotionale Entlastung

Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten

 

 

 

Für Angehörige:

 

8 Gruppensitzungen

1-mal wöchentlich

geschlossene Gruppenform

6 – 15 Teilnehmer/Innen

inhaltliche Schwerpunkte: Informationsvermittlung

Emotionale Entlastung

Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten

 

 

 

Themenschwerpunkte der psychoedukativen Gruppen bei Depression für Patient/Innen und deren Angehörige:

 

Treffen                                   Themen

1.         Begrüßung, Organisation und Ablauf, Gruppenregeln, Inhalte, Ziele

2.         Was sind Depressionen?, Symptome, Dreieck: Fühlen, Denken, Handeln

3.         Was wissen wir über die Ursachen? Vulnerabiltäts-Stress-Modell

4.         Medikamente und Nebenwirkungen

5.         Psychologische, psychotherapeutische und psychosoziale Maßnahmen

6.         Wie soll man mit der depressiven Erkrankung umgehen? Steigerung angenehmer Aktivitäten

7.         Wie soll man mit der depressiven Erkrankung umgehen?
            Negative Gedanken erkennen und korrigieren

8.         Ernährung (für PatientInnen-Gruppe)

9.         Abschlusssitzung

 

Forschung und Lehre

Als Ambulanz einer Universitätsklinik sind wir der Forschung und Lehre verpflichtet. Ziel der Forschung ist es, durch die Initiierung von Projekten, Fragen im Hinblick auf die Entstehung, den Verlauf, die Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen zu klären und so zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

In der Lehre ist unser Ziel, den Studierenden eine am aktuellen Stand des Wissens über die Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen orientierte Ausbildung unter Berücksichtigung hoher didaktischer Standards zu gewähren.

 

Aus-, Weiter- und Fortbildung

Die Ambulanz gewährleistet eine qualitativ hochstehende, zeitgemäße Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer MitarbeiterInnen. Die Ambulanz engagiert sich darüber hinaus in der Fortbildung anderer in der Gesundheitsversorgung tätigen Berufsgruppen innerhalb und außerhalb der Ambulanz.