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Ambulanz Universitätsklinik für Psychiatrie Medizinische Universität Graz und LKH Graz Auenbruggerplatz 31A A-8036 Graz
Tel.: 0316-385-13616 Tel.: 0043-316-385-13616 Fax.: 0316-385-13950 Fax.: 0043-316-385-13950
Das breite Aufgabenspektrum der Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH – Universitätsklinikum Graz, erfordert bei den MitarbeiterInnen eine hohe Motivation, die Auseinandersetzung mit den unten genannten Zielen und die Bereitschaft zur interdisziplinären Teamarbeit. Es wird von den MitarbeiterInnen erwartet und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich kontinuierlich in Fort- und Weiterbildung den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erwerben und sich die für ihre Tätigkeit erforderliche spezifische Fachkompetenz anzueignen. Die Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH – Universitätsklinikum Graz, pflegt eine von gegenseitiger Wertschätzung geprägte offene Kommunikation. Initiative, Mitwirkung sowie Enfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der MitarbeiterInnen werden gewünscht und gefördert. Eine verständliche und transparente Organisations- und Führungsstruktur ermöglicht eine stufengerechte Delegation von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen.
Ambulanz
Versorgung Die psychiatrische Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie, LKH Graz, bietet eine Anlaufstelle für Personen mit seelischen Problemen jeglicher Form. Hier werden diagnostische Untersuchungen gestellt und ambulante Behandlungen durchgeführt bzw. eine stationäre Aufnahme organisiert und wichtige Vermittlungsaufgaben mit anderen Einrichtungen, Kliniken, externen psychosozialen Institutionen, niedergelassenen Ärzten, Psychologen und Psychotherapeuten sowie Behörden übernommen. Die psychiatrische Ambulanz hat dabei das Ziel, psychiatrisch behandlungsbedürftige PatientInnen erfolgreich zu diagnostizieren und zu behandeln, wobei sich das Angebot an den jeweils aktuellen Bedürfnissen der PatientInnen orientiert. Ziele sind die Behandlung der psychischen Symptome und die Verbesserung der sozialen und beruflichen Funktionsfähigkeit sowie der Lebensqualität für unsere PatientInnen unter Einbezug ihrer Angehörigen. Die psychiatrische Ambulanz bietet einen 24-Stunden-Dienst für Personen in seelischen Krisen. Sie ist offen zugänglich für Hilfesuchende auch ohne vorherige Anmeldung. In einem ärztlichen Gespräch soll diagnostisch geklärt werden, welche möglichen seelischen, körperlichen oder sozialen Einflüsse zur akuten Krise geführt haben. Psychotherapeutische und/oder medikamentöse Ansätze bestimmen ein vielfältiges Behandlungskonzept zur Bewältigung der Krise. Weitere ambulante Kontakte können vereinbart, oder, wenn nötig, auch eine stationäre Aufnahme mit den PatientInnen besprochen werden. Charakteristisch ist ein niederschwelliges Behandlungsangebot, gerade auch an PatientInnen mit sehr schwierigen und komplizierten Krankheitsverläufen. Zur Ambulanz gehören mehrere Spezialambulanzen. Für besondere psychische Krankheitsbilder werden dort eine Spezialdiagnostik sowie spezifische medikamentöse, psychotherapeutische und psychologische Massnahmen angeboten. Eine Spezialambulanz wird jeweils von einer ärztlichen MitarbeiterIn der Universitäsklinik für Psychiatrie, LKH-Universitätsklinikum Graz, geführt. Für die Spezialambulanzen bestehen besondere Sprechzeiten, also kein 24-Stunden-Dienst.
Psychoedukation und Angehörigenarbeit
Klinische Psychologin: Frau Dr. Macheiner (Tel.: 0316-385-13493; Ambulanzssekretariat: 0316-385-13616) Schwerpunkt der klinisch-psychologischen Tätigkeit ist die Durchführung von psychoedukativen Gruppen in der ambulanten Patientenversorgung. Zum Thema Ernährung wird Frau Eva Kugel, Diätologin im ernährungsmedizinischen Dienst am Univ.-Klinikum Graz, informieren. Unter Psychoedukation werden systematische didaktisch-psychotherapeutische Interventionen zusammengefasst, um die PatientInnen und ihre Angehörigen über die Hintergründe der Erkrankung und die erforderlichen Behandlungsmassnahmen zu informieren, das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zu fördern und sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen (Arbeitsgruppe Psychoedukation, 2003). In Erweiterung zu der bestehenden Psychoedukation bei Psychosen für stationäre PatientInnen und deren Angehörigen wird dieser Versorgungsstandard auch für ambulante Patient/Innen und deren Angehörige angeboten. Ergänzend wird Psychoedukation bei Depressionen für ambulante Patient/Innen und deren Angehörige als Routinestandardbehandlung implementiert.
Praktische Durchführung der psychoedukativen Gruppen bei Psychosen: Für Patient/Innen: 9 Gruppensitzungen (je 60 Minuten) 2-mal wöchentlich geschlossene Gruppenform 8 bis 15 Teilnehmer/Innen Schwerpunkte: Informationsvermittlung Emotionale Entlastung Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten
Für Angehörige: 8 Gruppensitzungen (120 Minuten) 1-mal wöchentlich geschlossene Gruppenform 8 bis 20 Teilnehmer
Themenschwerpunkte der psychoedukativen Gruppen für PatientInnen und Angehörige:
Treffen Themen 1. Begrüßung, Organisation, Ablauf, Gruppenregeln, Inhalte, Ziele 2. Krankheitsbegriff, Symptomatik, Diagnostik 3. Somatische Brücke – relativer Dopamin-Überschuss 4. Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell 5. Medikamente und Nebenwirkungen 6. Psychologische, psychotherapeutische, psychosoziale Maßnahmen 7. Rückfallprophylaxe, Frühwarnzeichen, Krisenplan 8. Ernährung (PatientInnen-Gruppe) 9. Abschlusssitzung
Praktische Durchführung der psychoedukativen Gruppen bei Depression:
Für PatientInnen:
9 Gruppensitzungen 2-mal wöchentlich geschlossene Gruppenform 8 – 15 Teilnehmer/Innen inhaltliche Schwerpunkte: Informationsvermittlung Emotionale Entlastung Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten
Für Angehörige:
8 Gruppensitzungen 1-mal wöchentlich geschlossene Gruppenform 6 – 15 Teilnehmer/Innen inhaltliche Schwerpunkte: Informationsvermittlung Emotionale Entlastung Arbeitsstil: strukturiertes und interaktives Arbeiten
Themenschwerpunkte der psychoedukativen Gruppen bei Depression für Patient/Innen und deren Angehörige:
Treffen Themen 1. Begrüßung, Organisation und Ablauf, Gruppenregeln, Inhalte, Ziele 2. Was sind Depressionen?, Symptome, Dreieck: Fühlen, Denken, Handeln 3. Was wissen wir über die Ursachen? Vulnerabiltäts-Stress-Modell 4. Medikamente und Nebenwirkungen 5. Psychologische, psychotherapeutische und psychosoziale Maßnahmen 6. Wie soll man mit der depressiven Erkrankung umgehen? Steigerung angenehmer Aktivitäten
7.
Wie soll man mit der depressiven Erkrankung umgehen? 8. Ernährung (für PatientInnen-Gruppe) 9. Abschlusssitzung
Forschung und Lehre Als Ambulanz einer Universitätsklinik sind wir der Forschung und Lehre verpflichtet. Ziel der Forschung ist es, durch die Initiierung von Projekten, Fragen im Hinblick auf die Entstehung, den Verlauf, die Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen zu klären und so zur Verbesserung der Versorgung beizutragen. In der Lehre ist unser Ziel, den Studierenden eine am aktuellen Stand des Wissens über die Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen orientierte Ausbildung unter Berücksichtigung hoher didaktischer Standards zu gewähren.
Aus-, Weiter- und Fortbildung Die Ambulanz gewährleistet eine qualitativ hochstehende, zeitgemäße Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer MitarbeiterInnen. Die Ambulanz engagiert sich darüber hinaus in der Fortbildung anderer in der Gesundheitsversorgung tätigen Berufsgruppen innerhalb und außerhalb der Ambulanz.
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